Mithilfe der Kinder im Haushalt

Dieses Thema provoziert Stöhnen und entnervtes Augenrollen auf beiden Seiten. Kinder und Heranwachsende, Jungen wie Mädchen sind oft empört,  wenn sie im Haushalt mit anpacken sollen.

Auf der anderen Seite stehen berufstätige Eltern, die ihre Doppelbelastung gern reduzieren möchten. Helfen die Kleinen noch unter der elterlichen Anleitung begeistert mit, ernten Eltern vom älteren Nachwuchs nur noch ein Achselzucken.

Gerade in der Pubertät wird die gegenseitige Unterstützung schnell zum Stellungskrieg, bei dem keiner zurückweichen möchte.

Abwasch und Putzen – Weiberarbeit?

Keine Frau und Mutter wird heutzutage noch hinnehmen, dass sich die heranwachsenden Kinder um die täglichen Haushaltsarbeiten drücken.

Hausarbeiten wie das Ein- und Ausräumen der Spülmaschine, Staubsaugen und Bügeln, das Entsorgen von Müll und die Erledigung von Einkäufen sollten von allen gemeinsam erledigt werden, nicht nur von der Mutter. Fachleute raten zu geschickter Argumentation und vor allem zu gemeinsamer Aufteilung aller Arbeiten.

Erstellen Sie mit allen Familienangehörigen gemeinsam einen Plan. Es muss klar ersichtlich sein, welche Arbeiten anfallen und wie viel Zeit sie in Anspruch nehmen.

Dann darf sich jeder eine Verpflichtung aussuchen, ein Wechsel geschieht wöchentlich, so wird sich niemand benachteiligt fühlen!

Motivation zur Selbständigkeit

Leiten Sie Ihre Kinder an, gewisse Arbeiten selbst zu tun, einfach um unabhängig zu sein. Wer ein Fahrrad flicken kann, steht gut da, denn er muss nicht auf Hilfe warten oder eine Reparatur vom Taschengeld bezahlen.

Wer das Mittagessen vorbereiten kann, muss nicht so lange warten, bis eine frische Mahlzeit auf den Tisch kommt!

Mädchenarbeit – Jungenarbeit?

Sollte man bei der Verteilung von Haushaltsarbeiten auf das Geschlecht des Kindes Rücksicht nehmen? Fühlt sich nicht ein Junge gedemütigt, wenn er bügeln muss? Seien Sie sicher, auch Mädchen fühlen sich anfangs gedemütigt, jedoch sind sie einfach praktischer veranlagt.

Was man kann, muss man sich nicht mehr erbetteln. Schnell ein Kleid gebügelt und ab in die Disco. Dank eigener Motivation lernt es sich viel leichter.

Jungs sind da etwas schwerfälliger, ein zerknittertes Hemd empfinden viele nicht als so schlimm. Besprechen Sie ihre Pläne zur gerechten Verteilung der Arbeiten mit der gesamten Familie, so dass Ihnen nicht mitleidige unterbeschäftigte Angehörige in den Rücken fallen!

Grundsätzlich sollten Sie ihrem Nachwuchs klarmachen, dass es keine schlechte Arbeit gibt, wer sie als solche empfindet, kann ja versuchen, mit den Geschwistern zu tauschen.

Endlich auf eigenen Füßen stehen

Wie viele junge Männer rutschten vor 30 Jahren noch in Ehen, weil sie schlicht und ergreifend nicht in der Lage waren, ihren eigenen kleinen Haushalt zu führen?

Waschen, Bügeln und Kochen sind keine mystischen Rätsel, man kann es lernen! Beherrscht man die Kunst der Haushaltsführung, ist man frei von elterlicher Einmischung und kann selbständig in einer kleinen Wohnung leben, ohne sich verfrüht in feste Bindungen zu stürzen.

Hat man dann allerdings die Freundin oder Frau fürs Leben gefunden, kann Mann mit seinen Fähigkeiten ordentlich punkten.